Energie und Versorgung 

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Aktuelle Herausforderungen

Moderne Versorgungsunternehmen stehen heutzutage unter enormen Druck: Gesetzgeber, internationale Konkurrenz im eigenen Bereich, Startups mit neuen Geschäftsmodellen und innovative Technologien zeigen den Umbruch in ein neues Zeitalter an. Jahrzehntelange, stabile Geschäftsgrundlagen der Energiebranche werden langsam aber sicher hinterfragt und der Wandel beschleunigt sich stetig. Wir sind in einer Zeit der digitalen Transformation angekommen.

Internationale Studien, die sich mit Zukunftstechnologien im Umfeld der Energiebranche beschäftigen, zeigen, wo der Wandel herkommt. In der Energieerzeugung, beim Energietransport und bei der Energiespeicherung könnten sich technologisch in absehbarer Zeit die Grundlagen unserer Versorgung ändern. In all diesen Bereichen – und zusätzlich im Handel und bei neuen Dienstleistungen – spielt die Digitalisierung eine große Rolle.

+ In der Energieerzeugung spielt ist vor allem die Energiewende, also der immer höhere Anteil erneuerbarer Energieformen, sowie damit einhergehend eine Dezentralisierung und Demokratisierung der Erzeugung maßgeblich. Der erhöhte Steuerungsaufwand der Netze kann nur mit digitalen Prozessen und Systemen zwischen Erzeugern, Netzbetreibern und Verbrauchern abgedeckt werden (etwa Elektronisches Engpassmanagement, intelligentes Stromnetz, virtuelles Kraftwerk etc.)

 

+ Schlüssel für die weitere Einbindung erneuerbarer Energien ist die Energiespeicherung

(z.B. thermische Lagerung, Akkumulatoren, intelligente Schwarmspeicher, Umwandlung in Wasserstoff als Energieträger für die Transportbranche etc.). Die Ankunft der Elektro-Mobilität verbilligt Batteriespeicher immer weiter, wodurch diese sogar schon für den Endverbraucher erschwinglich und sogar lohnend werden. Das ist mit dem Eintreten neuer, internationaler Lieferanten von Produkten und Dienstleistungen in den Energiemarkt verbunden. Regionale Energie-Märkte sehen sich plötzlich internationalem Preisdruck ausgesetzt – speziell, weil Speicher unerlässlich werden, um die Netzstabilität überhaupt zu garantieren

+ Digitalisierung bei Handel und Verrechnung

(z.B. durch dezentral über Blockchain Technologie gesteuerte Stromnetze) wird die Struktur unserer Energiebranche besonders nachhaltig beeinflussen. Werden die Erzeuger und Verteilnetzbetreiber zu reinen Commodity-Herstellern, während Händler, Börsen und ihre Plattformen in einem dezentralisierten Strommarkt zukünftig die Macht ausüben? In anderen Branchen (etwa bei den klassischen Printmedien) ist dies bereits der Fall.

 

Nur wer proaktiv auf diese Herausforderungen reagiert, kann hoffen, sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten. Dafür hat ReqPOOL mit seinen Kunden eine Vision des digitalen Energieversorgungsunternehmens entwickelt:

Die Vision

ReqPOOL sieht in der Digitalisierung die Möglichkeit, Effizienz zu steigern und Unternehmen konkurrenzfähiger zu machen, aber auch gänzlich neue Wertschöpfungsmodelle zu entwickeln.

Die Digitalisierung im Energie-Bereich ruht auf drei Säulen, die das Handeln in Zukunft bestimmen werden: Dezentralisierung – Diversifikation – Daten- und IT-Getriebenheit. Alle drei Säulen sind mit herausforderungen verbunden, die es zu bewältigen gilt:

+ Dezentralisierung:

Unser sternförmig aufgebautes Energienetz lebt von der Echtzeit-Ressource Strom, wobei viele Abnehmer wenigen, zentralen Erzeugern gegenüber stehen. Diese Struktur wird aufgebrochen – immer mehr Erzeuger erzeugen immer kleinteiliger, zusätzlich wird Energie nicht mehr sofort verbraucht sondern – folgend dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Trend zu erneuerbaren Energien – zunächst gespeichert. Das öffnet Tür und Tor für neue Plattformen für Handel und Verrechnung – digitale Dienstleistungen. Diese werden entweder im Inland entwickelt oder aus dem Ausland übernommen. Alteingesessene Marktteilnehmer müssen sich anpassen und entweder eine Vorreiter-Rolle einnehmen, oder werden zu Netzbetreibern und Commodity-Erzeugern.

+ Diversifikation:

Schon jetzt sind die wenigsten Energie-Konzerne reine Erzeuger und Netzbetreiber. Umweltservices, Telekommunikation und Mobilität werden in Zeiten eines sinkenden Grenznutzens von Energie einen immer größeren Anteil am Konzernumsatz einnehmen müssen. Dafür sind regionale Energieversorger strukturell bereits gut aufgestellt – meist fehlt es jedoch noch am Grad der Digitalisierung und Automatisierung, um diese personalintensiven Geschäftsbereiche tatsächlich interessant werden zu lassen. Hier kann die Prozessdigitalisierung, Optimierung und Automatisierung großes Potential entfalten. 

+ Daten- und IT-Getriebenheit:

Von der Bankenbranche über die Automobilbranche, bis hin zur Medienbranche, der Industrie und der Politik haben viele bereits erkannt, dass der Vorteil im 21ten Jahrhundert bei dem liegt, der die besseren Daten und die bessere IT hat. Auch in der Energie-Branche wird sich dieses Bewusstsein in den nächsten 10 Jahren durchsetzen. Jedoch ist es dann zu spät, sich mit diesem Thema zu befassen. Die digitalen Gewinner der Zukunft werden jetzt gemacht. Umso wichtiger ist jetzt, die eigenen Strategien für Daten, Digitalisierung und IT-Organisation zielgerichtet zu schärfen und umzusetzen. Die IT vieler großer Energieunternehmen befindet sich jedoch nach Jahren von Effizienzsteigerungs- und Sparprogrammen in einem Dornröschenschlaf. Es ist Zeit, aufzuwachen.

 

Neue Methoden bezüglich Standardisierung, Automatisierung und Arbeitsteilung sowie massive Dezentralisierung müssen erarbeitet werden. Von der Erzeugung bis zum Vertrieb und weiteren Geschäftsfeldern wie Breitbandversorgung, Entsorgung oder Netzwerk-Dienstleistungen bietet die Digitalisierung neue Möglichkeiten. Egal ob einfache Prozessdigitalisierung oder komplexe Geschäftsmodell-Innovation: ReqPOOL hat die passenden Antworten auf Ihre Fragen. Der eigens ausgearbeitete Digitalisierungskompass bietet ein einfaches Navigationswerkzeug für die Vielfalt an möglichen Maßnahmen zum Erfolg – fragen Sie unsere Kunden!

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Andreas Viehauser

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